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Ilanz

Stadtbefestigungen

Ilanz / Glion

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Ortschaft: 7130 Ilanz/Glion
Kanton Graubünden



Gründer:
Erwähnung: 725
Aufgelassen:
Restaurant in der Stadt:
Ja
Feuerstelle bei der Burg:
Nein
Übernachtung: Möglich
Rollstuhlgängig:
Ja Kinderwagen: Ja
Wanderung: 00 min, 00 m, Schwierigkeit:  Leicht,
LK. Koordinaten: West-Ost. 734.800 Süd-Nord. 181.720
Standort: GPS: N: 46°46`22.05 /  O: 09°12`13.72
Höhe: 702  m.ü.M  Plan:
Parkplatz: Ausserhalb des Dorfes
Besucht am: 26.10.2013

Infos:

Samstag, 4. Oktober 2014 Mittelalterfest Ilanz, 7130 Ilanz






Die Besiedelung unserer Gegend, der Gruob, ist bereits vor Christi Geburt erfolgt. Ausgrabungen und Funde weisen altersmässig in die Bronzezeit zurück,

725 Im viel zitierten Testament des Bischofs Tello aus dem Jahre 765 wurde für Ilanz der Name "Iliande" gebraucht, welcher vom keltischen Ausdruck "itulanda" abgeleitet wird und soviel wie "Kornscheune" bedeutet.


Zu Beginn des Mittelalters bestanden drei Siedlungskerne: Ober-Ilanz bei der Kirche St. Martin, Unter-Ilanz im heutigen Städtli und Sankt Nikolaus am linken Ufer des Vorderrheins. Zentrum des Ortes war vorerst wohl Ober-Ilanz, wo die bäuerliche Markgenossenschaft ihren Sitz hatte. Die Bedeutung von Ober-Ilanz wurde bald von Unter-Ilanz abgelöst. Mit dem Zerfall der fränkischen Herrschaft hatte Ober-Ilanz seine Bedeutung als Sitz des Ministers verloren.


1390 Auch das Recht auf Mauern nützten die Ilanzer. 1390 besass das Städtchen Mauern und Tore, denn ein Vertrag aus diesem Jahr meldet, dass Freiherr Caspar von Sax dem Stephan Sporer zu Erblehen gegeben habe ain hoffstat gelegen ze Inlantz in der stat bi dem undern tor an der ring muren under dem nüwen ärggel (Erker) von Rüdis Schniders hus.

1390 Der gleiche Vertrag von 1390 erwähnt auch ein stat recht und gewonhait ze Inlantz. Von dessen genauerem Inhalt erfährt man erst um 1529 beziehungsweise 1534 mehr:
dann sy (die Ilanzer) vii ordnung in irer stattrecht haben mit hofstetten, techeren, gassen, ödgesselynen (kleinen Gässchen) ... ouch so habent sy ein schwer Brucken zu halten und ouch viI ander beschwerden, es sy mit wuren oder bannholtz ... ouch andre ufsatzung von des fürs wegen und ouch um ire ordnung der würten (Wirte) halben uszeschenken.


13/14 Jh. Ilanz war jedoch trotz Stadtrecht keine freie Stadt wie etwa die Reichsstädte Zürich und Bern, sondern gehörte einem Stadtherrn, der Anspruch auf zahlreiche Entschädigungen in Form von Zinsen und Zöllen besass und von den Bürgern eine Steuer für den Schutz gegen feindliche Angriffe erhob. Herren der Stadt waren im ausgehenden 13. und 14. Jahrhundert die Freiherren von Belmont, benannt nach ihrer Burg Belmont in der Nähe von Fidaz.


Die Belmonter, denen fast die ganze Gruob und die Val Lumnezia gehörten, mussten 1352 ihren Besitz gegen den Herrn von Werdenberg-Heiligenberg verteidigen, der mit seinen Truppen in die Gruob eindrang und Ilanz brandschatzte.


1483 zerstörte ein Brand die Stadt die Jahreszahl 1513 am Erdgeschoss des Obertors weist darauf hin, dass die Stadt relativ bald wieder aufgebaut wurde.

1371 wurden die Freiherren von Sax-Misox die Stadtherren von Ilanz; sie hatten nach dem Tod des letzten Belmonters dessen Erbschaft angetreten.


1395 Abt Johannes von Disentis, ein gebürtiger Ilanzer, Graf Albrecht von Sax-Misox sowie Freiherr Ulrich der Mächtige von Rhäzüns den Landfriedensvertrag Part Sura, der die Grundlage des später in Truns erweiterten Grauen Bundes bildete.


Ilanz fahr auch Tagungsort der allgemeinen Bundesversammlung, der obersten Behörde des bündnerischen Freistaates.

16 Jh. In der St. Margarethenkirche wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts die für die Reformation in Bünden entscheidenden Disputationen abgehalten.

1524 Die Ilanzer Disputation, ein im Januar 1524 abgehaltenes religiöses Streitgespräch, bereitete den Boden für die Reformation in Graubünden, das sich zu einem konfessionell gemischten Staatswesen entwickelte.


1838 In der gleichen Kirche trat 1538 auch die erste evangelisch-rätische Synode zusammen. Ilanz wurde reformiert und blieb es rund dreihundert Jahre.


17 Jh. In den Bündner Wirren des beginnenden 17. Jahrhunderts war Ilanz auf der Seite der Franzosen und Venezianer. Als Folge von Not und Armut machte sich der Hexenglaube breit, der in Ilanz während einiger Jahre zu zahlreichen Hexenprozessen führte.

19 Jh. Im 19.Jahrhundert führten zugewanderte Katholiken den katholischen Glauben wieder ein und bauten im Zentrum der heutigen Stadt 1879 eine Kirche

17/18 Jh. Die Schmid von Grüneck waren das bedeutendste Geschlechtes der Stadt. Sie erschien in Ilanz erstmals am Ende des 14. Jh. und starb im 18. Jahrhundert aus.

1803 Als die Franzosen im ausgehenden 18. Jahrhundert die alte Staatsordnung auflösten und das Land 1803 als Kanton zur Eidgenossenschaft kam, verlor Ilanz seine Bedeutung als Bundeshauptort und als Tagungsort. Als Hauptort des Kreises Ilanz bewahrte es aber eine gewisse politische Bedeutung.

1903
war die Linie der Rhätischen Bahn bis Ilanz fertig gestellt.


1909 Das Elektrizitätswerk Bündner Oberland nahm 1909 seinen Betrieb auf.

2013 500-300 Jahre Stadtmauer Ilanz

Quellen: Gemeinde Ilanz, Burgen Karte Schweiz. Wikipedia,
Letzte Aktualisierung: 24
.08.2014


 

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