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Ruine Nollig

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Ruine Nollig

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Ortschaft: 65391 Lorch
Hessen



Gründer:
Baujahr: 1300  Zerstört:
Restaurant:
Nein  Feuerstelle: Nein
Übernachtung: Nicht möglich
Rollstuhlgängig:
Ja Kinderwagen: Ja
Wanderung: ca. 1,5 Stunden Fußweg durch die Weinberge
Schwierigkeit: Mittel
Standort: GPS: N: 50° 2'50.28"N /  O:  7°47'59.70
Höhe: 189 m.ü.M  Plan:
Parkplatz: Kostenlose Parkplätze in Lorch,
Besucht am: 09.10.2004 Burg Nr: 189

Infos:

Zugänglichkeit:
Privatbesitz, nicht zu besichtigen
(auch keine Außenbesichtigung möglich, da durch Zaun abgesperrt) 2004



1300 Untersuchungen über die Geschichte der Nollich haben ergeben, daß diese Befestigungsanlage als Wehrturm um 1300 errichtet wurde. In den Archivakten erschienen die Bezeichnungen Nollich, Nollig, Nollicht, Nollingen und Nollen.

Lorch war schon früh gezwungen eine Stadtbefestigung und eine Burg zu errichten. Diese Burg glaubte man zeitweise identisch mit der Nollichbefestigung. Der 'Nollich' (oder auch die 'Nollichbefestigung') liegt jedoch außerhalb der Stadt, so daß es sich bei dieser urkundlichen Erwähnung um das ausgedehnte Befestigungwerk handelt, das sich früher um den heutigen Kirchplatz und den Marktplatz befand

Eine 'richtige' Burg war die Nollig nie, sie war von Anfang an ein Teil der Stadtbefestigung und sicherte die Stadt rheinabwärts. Mit allen anderen Türmen bestand gute Sichtverbindung. Interessant an der Nollig sind Spuren einer früheren Holzkonstruktion. Es ist erwiesen, daß der Wehrbau vor seiner Ummantelung mit Bruchsteinen als Fachwerkbau errichtet worden war. Die Fundamente saßen unmittelbar auf dem Schieferfelsen auf.

In nördlicher Richtung trug der Fachwerkbau einen ebenfalls aus Holzbalken konstruierten Wehrgang. Man erreichte ihn durch Treppen im Inneren des Gebäudes. Über den Zweck des Holzbaus gibt es verschiedenste Vermutungen, bei dem Holzbau habe es sich um einen eiligst aufgeschlagenen Stadtturm gehandelt, der später mit Steinen ausgemauert wurde. Oder das Holzgerüst habe als Stütze für einen Steinbau gedient.

Bei der Ummauerung errichtete man auf beiden Seiten des hölzernen Wehrganges abgerundete Türme. Die steinerne Schildmauer ist 3,40 m stark. Im westlichen Turm befindet sich eine Wendeltreppe, die auf den Turm und auf die Schildmauer führt. Das Erdgeschoß des Wohnturmes wurde mit einer Stärke von 1,40 m ummauert. Die Stadtmauer sollte ursprünglich bis an die Nollig herangeführt werden. Der unsichere und glatte Schieferboden machte die Mauerführung bis auf diese Höhe jedoch nicht möglich.
Die Ruine befindet sich heute in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Ein Spaziergang durch die Weinberge hier hoch ist dennoch ein lohnender Ausflug.


Quellen:
Kartenmaterial.:
Letzte Aktualisierung: 27.07.2015


 

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